Dienstag, 25. März 2014

Meine erstes Mal

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich endlich getraut und mein erstes Mal hinter mich gebracht.

In meinem Bekanntenkreis bin ich eine Seltenheit, denn die meisten haben es bereits mehrfach getan. Bis jetzt war ich immer sehr stolz darauf dass ich zu den wenigen gehöre, die noch keine Lust danach verspürt haben. Immerhin bin ich inzwischen 34 und viele die ich kenne tun es seit sie 20 oder jünger sind.

Ehrlich gesagt war ich schon ganz schön aufgeregt. Mit dem Gedanken, es zu tun, spiele ich schon länger. Hatte auch schon alles notwendige besorgt, mich dann aber doch wieder nicht getraut. Ist ja doch ein Schritt der gut überlegt sein will.

Letztes Wochenende habe ich dann aber endlich all meinen Mut zusammen genommen. Erst habe ich mir glaube ich mindestens 5 x die Anleitung durchgelesen, damit ich ja nichts falsch mache, dann runter mit dem Pulli, ein Handtuch über die Schultern gelegt und mit einer Wäscheklammer fixiert und es ging los.

So, sicher sind jetzt einige von euch verwirrt. Was könnte ich denn mit 34 das erste Mal getan haben? Da ich euch nicht länger auf die Folter spannen möchte kommt hier für euch die Auflösung. Ich habe mir zum ersten Mal die Haare gefärbt. Diejenigen unter euch die das schon öfter gemacht haben schütteln jetzt wahrscheinlich verwundert den Kopf und fragen sich was da denn dabei ist.
Für mich persönlich war das schon ein recht großer Schritt. Eigentlich bin ich sehr zufrieden mit meiner Haarfarbe. Ich habe hellbraune Haare, die im Sommer dank der Sonne immer wieder ein paar blonde Strähnen vorweisen können. Außerdem wirken meine Haare je nach Lichteinfall mal heller, mal dunkler und ab und zu haben sie auch einen leichten Rotstich. Also von allem etwas und das gefällt mir sehr gut.

Jedoch gehöre auch ich zu den Frauen die, wenn es größere Veränderungen in ihrem Leben gibt, dies gerne mal an ihren Haaren auslassen. So eine Veränderung gab es vor einem guten halben Jahr und seitdem spiele ich mit dem Gedanken etwas an meinen Haaren zu ändern. Da ich sehr dünne Haare habe, hätte ich mich bei einer neuen Frisur nur für einen Kurzhaarschnitt entscheiden können. Das wollte ich aber gar nicht, da ich meine langen Haare sehr gerne mag. Dauerwelle kam auch gar nicht in Frage. Die Phase habe ich hinter mir. Blieb also eigentlich nur der Griff in den Farbtopf. Als erstes hat sich die Frage gestellt welche Farbe. Da mir meine Grundfarbe wie gesagt sehr gut gefällt und ich es im Sommer immer toll finde wenn ich blonde Strähnen habe, habe ich mich fürs aufhellen entschieden. Nachdem ich aber etwas Angst vor dem Ergebnis hatte kam mir der Ombre-Trend gerade recht. So habe ich die Möglichkeit meine Haarfarbe zu verändern, aber nicht zu extrem und nur teilweise.

Also habe ich mir vor recht langer Zeit, nachdem ich den Entschluss gefasst habe, eine Packung L´oréal Paris Préférence Wild Ombrés 01 gekauft. Diese stand nun die ganze Zeit bei mir im Regal, weil ich mich einfach nicht dazu aufraffen konnte es zu benutzen. Nachdem ich nun letzte Woche beim Friseur war, wo die Spitzen frisch geschnitten wurden und meine beiden Jungs das Wochenende beim Papa verbracht haben war genau der richtige Zeitpunkt.

Meine liebe Kathrin hat mich in meinem Vorhaben bestärkt, da ich fast schon wieder kalte Füße bekommen hätte. Danke meine Süße, dass du mal wieder die richtigen Worte gefunden und mir geholfen hast meinen inneren Schweinehund zu überwinden.


Da stand ich nun im Bad. Ein Handtuch um die Schultern, alle "Zutaten" auf dem Waschbecken und habe mir zum x-ten Mal die Anleitung angesehen. Etwas verwirrt war ich beim letzten Punkt, denn da stand ich soll den Deckel der Entwickler-Creme entfenen und die Applikatorkappe aufsetzen. Danach soll man die Spitze der Applikatorkappe sofort nach dem Mischen abnehmen um ein Bersten der Flasche zu verhindern. Verwirrt hat mich an der ganzen Sache, dass bei der Entwicklercreme nur die Applikatorkappe und kein extra Deckel dabei war.

Egal, dachte ich mir ich fang jetzt einfach mal an. Also in die Flasche mit der Entwicklercreme das Aufhell-Puder geschüttet, dann noch dieAufhell-Creme hinzugefügt, die Flasche zugedreht, zwischen den Händen gerollt, kräftig geschüttelt und gleich die Kappe der Flasche aufgemacht, damit mir der ganze Mist nicht um die Ohren fliegt. Das Verteilen der Farbe auf dem Kamm war dann ein Kinderspiel und ich habe die Farbe wie beschrieben auf die Haare gebürstet. Nach einer knappen halben Stunde Einwirkzeit, die ich stocksteif vor dem Fernseher verbracht habe bin ich ins Bad marschiert. Dort habe ich mir zuerst mit den Handschuhen an den Händen die Farbe ausgewaschen. Ein komisches Gefühl mit Handschuhen Haare zu waschen muss ich sagen.
Nach dem Auswaschen habe ich dann die Hälfte des Pflegebalsams einmassiert und ausgewaschen. Nun musste ich mich noch ziemlich lange gedulen bis die Haare endlich trocken waren. Das Ergebnis fand ich für den ersten Versuch gar nicht mal so schlecht. Sicher ist es nicht so gleichmäßig wie wenn es ein Profi macht, aber wenn die Sonne die Haare aufhellt ist das ja auch nicht immer alles genau gleich.



Weder mein Exmann, noch meine beiden Jungs haben gemerkt dass sich an meiner Haarfarbe etwas geändert hat und auch am nächsten Tag wurde ich von niemandem darauf angesprochen. Von vorne fällt es aber auch gar nicht so arg auf, eigentlich nur von hinten. Das ist mir ganz recht, denn ich wollte ja keine radikale Veränderung. Sonst hätte ich mir die Haare grün gefärbt.
Leider riechen meine Haare auch heute, 2 Tage nach dem Färben und nach 2 Haarwäschen immer noch leicht nach dem Färbemittel ich hoffe das vergeht bald.

Ich persönlich finde es Ergebnis recht schön. Ist halt mal was anderes und da es nur auf der Hälfte der Haare ist wächst es  auch recht schnell wieder raus wenn es mir nicht mehr gefällt. Sicher hätte ich mich nicht getraut die Haare komplett zu färben. Da ist der Ombre-Trend für Farbneueinsteiger denke ich genau das richtige. Und wer weiß, vielleicht bin ich ja mal ganz mutig und ändere meine Haarfarbe komplett, aber das steht noch in den Sternen.

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