Sonntag, 21. September 2014

Ecofrego Wischsystem

Hallo Ihr Lieben,

Nachhaltigkeit ist ein Thema das immer mehr in den Vordergrund rutscht und das in fast allen Lebensbereichen. Ein Bereich, in dem man auch als Ottonormalverbraucher besonders nachhaltig arbeiten kann ist sicher die Reinigung des Haushaltes.

Als ich vom Inhaber des Lifestyle-Onlineshops COCCO per Mail angeschrieben und gefragt wurde, ob ich Interesse daran hätte ein neues innovatives Wischsystem zu testen habe ich natürlich gerne zugesagt. Es hat auch nicht lange gedauert bis mein neues Helferlein bei uns zu Hause ankam.


Zum Produkt:
Bei Ecofrego handelt es sich um ein einzigartiges Wischsystem das einem durch eine vorteilhafte Handhabung Zeit sparen soll. Ecofrego ist ein robuster, praktischer und innovativer Wischeimer der ideal für die feuchte Bodenreinigung ist. Man entfernt damit mühelos, ohne bücken und feuchte Hände, den Schmutz auf den Böden wie Parkett, Laminat, Kork oder Fliesen. Der Ecofrego Wischeimer besteht aus einem Aufsatz mit zwei Auswringern und zwei voneinander getrennten Wasserbehälter - einen für das saubere Wischwasser (12 Liter) und der andere, kleinere Eimer ist für das Schmutzwasser (2 Liter).

An beiden Eimern sorgen Ausgießer dafür, das bei dem Entleeren der Eimer auch alles dort hinfließt wo es hin soll. Mit dem eingebauten Haltegriff kann man dem Eimer bequem und sicher an seinen Einsatzort tragen. Der Eimer verfügt zusätzlich auch noch über eine Halterung für den Wisch-Mop. Einfach einklipsen und schon ist das Reinigung-System komplett und aufgeräumt.

2011 wurde der farbenfrohe Eimer mit dem wohlgeformten Design für den Designpreis Deutschland nominiert.

So funktioniert der Ecofrego Wischeimer:

Das saubere Wischwasser wird in den Haupteimer eingefüllt. Der kleinere Eimer für das Schmutzwasser wird einfach auf den Haupteimer, bis er einrastet, aufgesetzt. Danach wird der Doppel-Auswringer eingeklipst - jetzt ist der Wischeimer bereit für seinen Einsatz.

Mit diesem getrennten Verfahren durch die zwei Eimer wird das saubere Wischwasser vom Schmutzwasser getrennt und somit eine schnelle Verunreinigung des Wischwassers verhindert, weil der verschmutzte Wisch-Mop nach der Bodenreinigung erst über den kleinen Schmutzwasser-Eimer ausgewrungen wird.

Man nimmt den Wisch-Mop und befeuchtet diesen (wie gewohnt) mit dem Wischwasser aus dem Haupteimer, wringt diesen bei Bedarf aus und legt mit der Bodenreinigung los... Nachdem ein Teil der Bodenfläche gereinigt ist, wringt man den Wisch-Mop im zweiten Auswringer über dem Schmutzwasser-Eimer aus. Der Schmutz wird je nach Restfeuchtigkeit des Mops im Schmutzwasser-Behälter aufgefangen und vom Wischwasser getrennt. Danach wiederholen Sie den Vorgang .... Das Resulat lässt sich sehen!

Nachhaltigkeit: nicht nur die Umwelt schonen!

Dank der Trennung durch die zwei Behälter kann man mit dem Ecogfrego Wischeimer Wasser, Zeit und Reinigungsmittel sparen, da man das verschmutzte Wischwasser nicht mehr so oft wechseln muss und schont gleichzeitig Ressourcen. Eine Investition die sich lohnt.

Der Ecofrego Wischeimer kostet bei Cocco 19,90 Euro.  Passend zum Wischeimer gibt es noch einen Teleskopstil für die Mop-Aufsätze für 6,90 Euro und 2 verschiedene Mop-Aufsätze einen für 5,30 Euro und den anderen für 5,90 Euro. Die Mop-Aufsätze sind 100 % Mikrofaser und können bei Bedarf in der Waschmaschine gewaschen werden.

Zum Test:
Ich habe den Ecofrego gleich ausgepackt und den ersten Mop-Aufsatz auf den Teleskopstil aufgeschraubt.  Das Einsetzen des Schmutzwassereimers, sowie das Aufsetzen des Doppelauswringers waren ein Kinderspiel. Dann konnte der Test auch schon starten.

Aber jetzt ging es ans Putzen. Wischmop wie gewohnt nass machen, auswringen und ran an den Dreck. Wenn man dann ein Stück geputzt hat soll man den Wischer ja ein zweites mal auswringen und zwar über dem Behälter für das Schmutzwasser. Das habe ich getan, aber ehrlich gesagt kam da nicht mehr wirklich viel Wasser raus. Dafür waren meine Fliesen recht nass. Na gut, einfach mal weiter putzen und abwarten. Also den Wischer wieder ins Wischwasser, auswringen und weiter geht es. Da die Mikrofaserstreifen sehr lang sind kommt man problemlos damit in alle Ecken, unter das WC und unter die Treppe. Das ist doch schon einmal ein großer Pluspunkt. Negativ finde ich jedoch, dass es am Wischmopkopf kein Gelenk gibt. Das macht ihn leider etwas unhandlich. Und wenn einmal ein hartnäckiger Fleck am Boden ist ist der Wischer auch kaum zum Schrubben geeignet. Mir ist es dann zum Beispiel ein paar mal passiert dass sich der Teleskopstil zusammengeschoben hat, obwohl ich ihn so gut es ging festgeschraubt hatte.

Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber bei mir läuft das Putzen eigentlich immer nach dem gleichen Schema ab. Hier einmal das Beispiel anhand meines Erdgeschosses:
Zuerst wird natürlich aufgeräumt, danach gekehrt und zum Schluss gewischt. Dabei fange ich immer im Bad an. Hierfür mache ich den Wischer nass und wische einmal damit komplett das Bad durch ohne den Wischer erneut zu befeuchten (das Bad ist nicht so groß und das hat bisher immer gereicht). Nachdem das Bad gewischt ist kommt die Küche dran. Hier befeuchte ich den Wischer normalerweise 2 - 3 mal, je nachdem wie stark die Verschmutzungen sind und am Schluss wird der Wischer noch einmal ausgewrungen und neu befeuchtet um den Flur raus zu wischen.
Beim Ecofrego musste ich den Wischer mehrfach auswringen und wieder befeuchten, da ich sonst irgendwann den Dreck nur noch hin und her geschoben habe, weil die Mikrofaserwischer trocken waren. Das hatte ich bei anderen Wischersystemen sonst nie.
Meine Fliesen waren wie gesagt nach dem Wischen aber auch ziemlich nass. Das erkennt man auf dem Bild denke ich etwas.

Eine Kleinigkeit ist mir beim Putzen dann auch noch aufgefallen. Wenn man den Wischereimer zusammensetzt sollte man drauf achten, dass man den Henkel des Eimers oben hat, denn sonst kann man den Henkel nicht mehr hochklappen weil er mit der Nase des Doppelauswringers zusammenstößt.

Wenn man den Henkel oben hat bei der Montage liegt der Henkel dann auf dieser Nase auf und man kann den Eimer problemlos dorthin tragen wo er gebraucht wird.
Hier seht ihr einmal den Wischmopkopf nachdem ich damit den Boden geputzt habe. Wie ihr seht ist er recht verdreckt und durfte dann erst einmal in die Waschmaschine.
 Nachdem ich fertig war mit dem Wischen war ich natürlich gespannt, wieviel Schmutzwasser denn nun in dem speziellen schmutzwasserbehälter ist und ob mein Wischwasser wirklich sauber ist.
Im Eimer für das Schmutzwasser ist nicht sonderlich viel. Das hatte ich aber ehrlich gesagt auch nicht erwartet, da ich ja bereits beim Auswringen bemerkt habe, dass ich nicht viel Wasser aus dem Kopf drücken kann. Das Wischwasser ist trotzdem schmutzig, wenn auch nicht ganz so schlimm wie sonst. Aber auf jeden Fall ist wesentlich weniger Wasser im Eimer als vorher. So extrem ist das bei meinem Breitkopfwischmop den ich normalerweise verwende nicht. Das kann aber daran liegen, dass ich den per Hand ausdrücke und da natürlich wesentlich mehr Wasser raus geht als wenn man das am Wringer ausdrückt.

Mein Fazit:
Nachdem ich das Ecofrego Wischsystem nun ein paar mal verwendet habe kann ich sagen, dass es wie alle anderen Wischsysteme auch seine Vor- und Nachteile hat.
Ich finde das System macht einen relativ stabilen Eindruck. Das finde ich vor allem beim Auswringer immer sehr wichtig. Da habe ich auch schon ganz windige Systeme kennen gelernt bei denen man sich kaum getraut hat etwas fester zu drücken, vor lauter Angst dass das Plastik gleich den Geist aufgibt. Positiv sind auch die langen Wischerstreifen, da man damit auch an schwer erreichbare Stellen kommt. Ebenfalls positiv ist, dass der Wischeraufsatz gewaschen werden kann, aber das ist ja eigentlich auch selbstverständlich.
Praktisch ist auch die Halterung für den Wischmop. Wenn man das System nicht benötigt wird der Wischmop einfach verkehrt herum in die Halterung geklippt und schon ist der Wischer sauber aufgeräumt. 
Die Idee des Doppelauswringers finde ich gut, jedoch ist der Effekt nicht ganz so ausgeprägt wie ich erhofft hatte. Das liegt bei uns vor allem aber wahrscheinlich daran, dass die Fliesen das Wasser scheinbar behalten wollten. Das wurde mir jedoch bereits vom Vertreiber des Produktes mitgeteilt, denn auch die Tester in seinem Bekanntenkreis konnten feststellen, dass der Effekt der Trennung nachlässt wenn der Mop zu trocken ist. Um das zu verhindern müsste ich den Mop öfter befeuchten. Wenn ich mir jedoch ansehe, dass das Wischwasser eh schon extrem weniger geworden ist bräuchte ich dann wahrscheinlich mehr Wischwasser. Dann würde ich jedoch weder Wasser, noch Zeit, noch Reinigungsmittel sparen und meine Fliesen wären noch länger feucht als sie es ehr schon sind. Das ist ja nicht Sinn und Zweck des ganzen.
Ehrlich gesagt dachte ich, bevor ich mir die Anleitung genau angesehen hatte, dass ich nach dem Wischen den Mop kurz ins frische Wasser tauche und dann über dem Schmutzwassereimer auswringe. Bei Bodenbelägen wie meinem wäre das scheinbar auch nötig um den gewünschten Effekt zu erzielen. Vielleicht ist das bei anderen Bodenbelägen, die das Wasser nicht so aufnehmen anders. Das kann ich leider nicht beurteilen.


Negativ fand ich wie gesagt, dass der Wischmopkopf kein Gelenk hat und ich ihn dadurch etwas unhandlich fand.

Alles in allem kann man mit dem Ecofrego Wischsystem den Boden leicht reinigen und wenn die Trennung des frischen und des Schmutzwassers bei anderen Bodenbelegen besser funktioniert finde ich das auch sehr innovativ. Bei mir hat es wie gesagt leider nicht so gut funktioniert. Trotzdem finde ich das Preis-/Leistungsverhältnis des Ecofrego durchaus gut und im nächsten Jahr will ich im ersten Stock einen neuen Boden verlegen, evtl. Kork oder PVC. Vielleicht kann ich euch dann ja berichten dass die Trennung des Wisch- und Schmutzwassers besser funktioniert.

Herzlichen Dank auf jeden Fall noch einmal an die Firma COCCO dass wir dieses innovative Produkt testen durften.

Kommentare:

  1. Ein schöner ausführlicher Bericht!!! Nachdem was Du beschrieben hast, dauert das Putzen mit diesem "Teilchen" auch bedeutend länger wie bisher... Mich persönlich würde auch der Mop stören ich hätte das Gefühl, damit nicht alles gereinigt bekommen zu haben, denn diese wedeln ja doch ein wenig umher...

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    1. Mit solchen Mops zu wischen bin ich gewohnt. Habe ein paar Jahre nebenbei geputzt und da bekommt man mit der Zeit den Dreh raus. Geht natürlich schon etwas anders als mit einem Breitkopfwischmop. Beide Systeme haben so ihre Vor- und Nachteile. Und zum Glück ist die Auswahl an Putzhilfen so groß dass jeder das passende finden kann :-D Schließlich wollen wir uns ja nicht ewig mit Putzen aufhalten.

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