Sonntag, 22. Mai 2016

Ziele im Leben

Hallo Ihr Lieben,

es ist wunderbar sein Leben so leben zu können wir man möchte. Ich persönlich bin ein recht spontaner und sehr lebenslustiger Mensch. Gerne lebe ich im hier und jetzt und ich versuche mir nicht allzu viele Gedanken über die Zukunft zu machen. Das klappt natürlich nicht in allen Bereichen. Einige Bereiche im Leben sollten auch gut geplant sein und es ist immer gut Ziele im Leben zu haben.

Das fängt schon im Kindesalter an. Als Kindergartenkind fiebert man auf die Schule hin, als Teenager kann man es nicht erwarten endlich 18 zu werden, den Führerschein zu machen und vielleicht auch daheim auszuziehen. Wenn man älter wird ist dann vielleicht eine feste Partnerschaft, Kinder oder ein Haus das Ziel welches man vor Augen hat.

Auch ich hatte in meinem Leben schon einige Ziele und nun, mit 36, kann ich sagen dass ich eigentlich alles erreicht habe was ich erreichen wollte. Es ist nicht immer alles so gelaufen wie ich es mir vorgestellt habe. So war zum Beispiel eines meiner Ziele eine Familie zu gründen. Dass ich dann alleinerziehend bin war nie vorgesehen. Es ist nun jedoch so und das klappt ja auch ganz gut.

Als ich mir vor kurzem Gedanken über Ziele im Leben gemacht habe hat sich mir die Frage gestellt was man eigentlich tut wenn man im Leben alles erreicht hat. Ist das gut, oder wird das Leben dann langweilig? Brauchen wir Ziele um nicht stehen zu bleiben? Noch habe ich nicht alles in meinem Leben erreicht was ich erreichen möchte. Mein nächstes großes Ziel ist z. B. die Abzahlung meines Hauses. Ich fiebere auf meine letzte Ratenzahlung hin und freue mich darauf, dass es dann finanziell um einiges entspannter wird. Das Ziel ist absehbar und die Frage ist: "Auf was konzentriere ich mich danach?" Die Antwort auf die Frage ist gar nicht so einfach. Alle großen Ziele die ich mir für mein Leben gesetzt habe, habe ich erreicht. Ich habe 2 Kinder die ich über alles liebe, mein eigenes Haus das hoffentlich bald schuldenfrei ist, Freunde die schon seit vielen Jahren Teil meines Lebens sind. Alles in allem bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden. Bedeutet diese Zufriedenheit dass ich keine Wünsche mehr habe und deshalb den Rest meines Lebens ziellos durchs Leben laufe? Tja, das ist die Frage. Andererseits komme ich dann wieder auf die Frage weiter oben: Ist es gut wunschlos glücklich zu sein?

Auf den ersten Blick würde ich sagen "Ja!" Wer möchte nicht wunschlos glücklich sein und sein Leben einfach so genießen können wie es ist. Vielleicht ist es auch einfach normal, dass die Ziele die man sich im Leben steckt mit der Zeit immer kleiner werden, da man die großen Ziele alle schon erreicht hat. Was soll ich mir auch schon groß als Ziel setzen? Ich bin da recht einfach gestrickt und habe vielleicht auch einfach nicht so hohe Ansprüche wie andere. Hier einfach mal verschiedene Bereiche in meinem Leben.

Karriere:

Für mich ist eine tolle Karriere nicht so wichtig. Ich arbeite immer noch in dem Betrieb in dem ich meine Ausbildung gemacht habe. Es ist ein kleiner Familienbetrieb. Meine Kollegen sind super, meine Arbeitszeiten passen perfekt zu meinem Leben und die Arbeit ist abwechslungsreich und interessant. Mehr möche ich gar nicht. Ich möchte keine Karriereleiter erklimmen müssen, dafür vielleicht andere vor den Kopf stoßen oder weniger Zeit für meine Kinder haben. Das bin nicht ich. Ich habe die perfekte Work/Life Balance. Mein Gehalt ist sicher nicht astronomisch hoch, aber ich komme damit zurecht. Warum sollte ich also etwas ändern?

Wohnraum:

Früher habe ich von einem Haus mit großem Garten geträumt. Als wir dann wirklich auf der Suche waren musste ich jedoch feststellen, dass mein Wunschhaus locker eine halbe Millionen Euro kosten würde. Finanziell wäre das nicht machbar gewesen. Nach einiger Suche haben wir dann ein kleines altes Bauernhäuschen recht zentral gelegen in Bamberg gefunden. Es war damals recht günstig, weil es durch ein Wohnrecht belastet war und ich denke das hat viele Leute abgeschreckt. Wir fanden das nicht weiter schlimm. Die ältere Dame hat in unserem Haus gelebt, aber in einer abgetrennten Wohnung. Wir verfügen über 120 qm selbst genutzten Wohnraum. Wir haben eine große Küche mit Essbereich, 2 Badezimmer, 2 Kinderzimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer und eine Abstellkammer. Vor dem Haus gibt es ein kleines Grundstück wo wir ein Blumenbeet angelegt haben, die Fahrräder abstellen können und die Jungs Platz zum Spielen haben. Für uns vollkommen ausreichend. Als die ältere Dame vor ein paar Jahren starb, ist die 45 qm Wohnung mit separatem Eingang auch wieder frei geworden. Nachdem ich sie renoviert hatte habe ich vermietet, leider bin ich da auf die Nase gefallen. Nun nutzt mein Vater die Wohnung und hat dort einige Möbel meiner letztes Jahr verstorbenen Oma eingelagert. Es ist vorgesehen die Wohnung wieder zu vermieten und wenn die Jungs größer sind können wir entweder die Räume unten zusätzlich nutzen, oder einer der beiden zieht vielleicht unten ein. Mal schauen. Das lasse ich auf mich zukommen. Auch die Lage des Hauses ist perfekt. Meine Eltern wohnen in der gleichen Straße nur knapp 500 Meter entfernt. Die Arbeit ist ebenfalls bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar.

Freizeit:

Unsere Freizeitgestaltung ist sehr ausgewogen denke ich. Neben den alltäglichen Aktivitäten wie Spielplatzbesuche oder Besuche von Freunden können wir uns auch mehrmals im Jahr größere Ausflüge erlauben. Dieses Jahr haben wir Ausflüge in den Nürnberger Tiergarten, Playmobil Funpark, Schloss Thurn und das Highlight für meine Jungs ins Legoland Günzburg geplant. Ins Legoland fahren wir Anfang Juli übers Wochenende und auch für die meisten anderen Ausflüge stehen schon Daten fest. Schloss Thurn, Playmobil Funpark und Nürnberger Tiergarten stehen eigentlich jedes Jahr auf der Liste. Hinzu kommen noch weitere Ausflüge die wir häufig auch spontan unternehmen. 
Ein Ziel welches ich jedoch habe ist dass ich mit meinen Jungs jedes Jahr mindestens einmal in Urlaub fahren möchte. Letztes Jahr waren wir 5 Tage in Wien. Dieses Jahr wollte ich eigentlich mit meinen Jungs in den Süden fliegen. Das fällt nun jedoch aus, weil wir ja in den Sommerferien 3 Wochen zur Kur an die Ostsee fahren. Nächstes Jahr möchten die Jungs nochmal nach Wien und dann schauen wir mal was finanziell noch so geht. Das mit dem verreisen wird spätestens dann leichter, wenn das Haus abbezahlt ist, denn dann spart es sich sicher leichter.

Hobbies:

Sehr viele Hobbies habe ich eigentlich nicht. Ich gehe gerne schwimmen. Mit meinen beiden Jungs bin ich öfter mal zusammen im Schwimmbad. Im Sommer häufiger, im Winter nicht so oft. Mit einer Freundin gehe ich außerdem jeden Freitag Abend in Schwimmbad. Wir schwimmen dann eine Stunde und wenn es die Zeit zulässt genießen wir danach noch ein wenig den Whirlpool und die Infrarot Wärmekammer.
Lesen ist wahrscheinlich mein teuerstes Hobbie. 1 - 3 Bücher im Monat lese ich auf jeden Fall. Aber zum Glück gibt es Mängelexemplare, oder auch mal günstige Ebooks und dank Amazon Prime kann ich mir auch ein Buch im Monat kostenlos ausleihen.

Freunde:

Freunde sind mir schon immer wichtig gewesen. Ich habe auch mehrere sehr gute Freunde. Ein Ziel für mich könnte sein, dass ich mich öfter mit meinen Freundinnen treffe, aber das ist etwas, was nicht nur von mir abhängt. Da gibt es so viele Faktoren von denen die Möglichkeiten sich zu treffen abhängen.  Die meisten meiner Freundinnen haben wie ich Kinder und deshalb ist es auch nicht immer einfach sich zu treffen. Wenn es nach mir ginge würden wir uns viel öfter sehen, aber das haut eben wegen all der Verpflichtungen nicht so ganz hin. Die Kinder werden jedoch ja auch immer größer und ich merke jetzt durchaus schon, dass ich wieder mehr Freizeit habe, da meine Kinder z. B. gemeinsam zu Freunden oder auf den Spielplatz gehen. Dann habe ich auch wieder öfter die Gelegenheit mich mit meinen Freundinnen zu treffen.

Das Finanzielle:

Meine Eltern haben es geschafft und haben mich zu einer verantwortungsvollen Frau erzogen, die ihre finanziellen Angelegenheiten sehr gut im Griff hat. Schon als Schülerin hatte ich einen Nebenjob und habe fleißig gespart. Als ich dann meine Ausbildung angefangen habe habe ich weiterhin fleißig Geld auf Seite gelegt. Mit 19 bin ich dann mit meinem späteren Mann zusammen gezogen. Der konnte leider gar nicht mit Geld umgehen, aber dafür war ich ja da. Habe die Küche, die meisten Möbel und 2 Jahre später auch ein neues Auto bezahlt. Auch in der Zeit als ich in Elternzeit war habe ich es geschafft dass wir immer etwas auf Seite legen konnten. Das hat sich auch nicht geändert als ich mich dann getrennt habe. Ich versuche jeden Monat ein wenig zu sparen und dabei würde ich jetzt nicht behaupten dass wir schlecht leben. Ausflüge in Freizeitparks unternehmen wir mehr als viele andere Familien die ich kenne. Kinobesuche, ein Tag im Indoorspielplatz, der Abstecher in die Eisdiele oder mal ein Restaurantbesuch sind durchaus drin.
Sicher können wir es uns nicht erlauben jedes Wochenende essen zu gehen, oder 3 x im Jahr in den Urlaub zu fahren, aber das muss ja auch nicht unbedingt sein. Ich persönlich vermisse nichts und ich denke auch dass meine Kinder recht zufrieden mit ihrem Leben sind.
Sobald das Haus abbezahlt ist wird das Leben sicher noch etwas angenehmer was das finanzielle angeht, aber ich denke, dass ich nicht sehr viel ändern werde. Ich finde es gut so wie es jetzt ist. Und wie gesagt bin ich ein sehr genügsamer Mensch. Mir reicht ein günstiges Smartphone das ich auch über mehrere Jahre nutze. Ich brauche nicht immer das neueste und teuerste.  Das sind materielle Dinge ohne die ich gut leben kann. Meine Prioritäten sitzen da woanders.


Neue Ziele

Alles in allem bin ich wie gesagt sehr zufrieden mit meinem Leben. Während ich den Text hier verfasst habe sind mir trotzdem einige kleinere Ziele aufgefallen die ich mir scheinbar schon unbewusst gesetzt habe:
  • Einmal im Jahr in Urlaub fahren.
  • Mehr Zeit mit Freunden verbringen.
  • Vielleicht mal wieder mehr an mich selbst denken und mir einmal im Monat eine Massage gönnen.
Ohne Ziele geht es denke ich doch nicht im Leben. Sie ändern sich eben und wenn man etwas erreicht hat steckt man sich wieder neue. Vielleicht werden sie im Laufe des Lebens ja wirklich kleiner, vielleicht ist das auch nur bei mir so. Die einen haben ehr materielle Ziele, die anderen eben nicht. Jeder Mensch hat etwas anderes das ihn antreibt und das ist denke ich auch gut so.

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