Sonntag, 10. Juli 2016

Die kleinen Dinge genießen

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich vor kurzem etwas über "Weltmeister im Jammern" geschrieben habe, möchte ich nun mal wieder etwas positives schreiben.

Wenn ich meine Kinder so beobachte muss ich immer wieder feststellen, dass wir Erwachsenen leider verlernt haben uns über Kleinigkeiten zu freuen. Kinder sind da ganz anders. Die freuen sich wirklich über für uns völlig banale Sachen. Sie leben mehr in den Tag hinein, was für uns Erwachsene nicht immer so leicht ist. Schließlich haben wir Termine, Sorgen und Aufgaben von denen die Kinder nicht einmal etwas ahnen. Aber etwas von dieser Leichtigkeit können auch wir in den Alltag einbauen.

Da ich mir ja vorgenommen habe weniger zu jammern, achte ich in letzter Zeit auch verstärkt auf die Kleinigkeiten im Alltag die mich glücklich machen. Ich bin ein sehr lebensfroher und positiver Mensch, aber auch ich bin oft mit Scheuklappen herum gelaufen und habe vergessen zu sehen dass ich soviel habe worfür ich dankbar sein kann.

Ich bin dankbar
  • für meine beiden gesunden Kinder, die ich über alles liebe auch wenn sie mir manchmal den letzten Nerv rauben.
  • für Freunde bei denen ich ich selbst sein kann.
  • für meine Eltern und meine Schwester auf die ich immer zählen kann.
  • dass ich einen Job habe der mir Spaß macht.
  • dass mein Arbeitgeber kein Problem damit hat wenn meine Söhne nach der Schule auf die Arbeit kommen und dort warten bis ich Feierabend habe.
  • für mein kleines Häuschen in dem wir uns wohl fühlen.
  • dass unser Haus zentral gelegen ist und wir so gut wie alles mit dem Fahrrad erledigen können.
  • dass es uns finanziell soweit gut geht und wir uns auch immer wieder einmal ein paar Extas leisten können.
  • dass ich es mir erlauben kann nur vormittags zu arbeiten und nachmittags Zeit für meine Kinder zu haben.
Diese Liste könnte ich wahrscheinlich noch ewig weiter führen. Es gibt vieles wofür ich dankbar sein kann und es auch bin.

Das ist natürlich auch etwas was mich glücklich macht. Und dann kommen da noch all die alltäglichen Kleinigkeiten hinzu. In letzer Zeit habe ich wie gesagt verstärkt darauf geachtet welche Alltagsdinge dafür sorgen dass ich mein Leben genieße und auch da habe ich eine kleine Liste erstellt:


  • Meine Kinder spielen friedlich miteinander und ich kann entspannt ein bisschen lesen.
  • Ich habe es nach Wochen mal wieder geschafft ein Treffen mit meiner besten Freundin zu vereinbaren und wir konnten in Ruhe quatschen.
  • Wir planen einen Ausflug in den Freizeitpark und ich merke selbst, dass ich ein leichtes Kribbeln im Bauch habe vor lauter Freude.
  • Wir sind auf dem Spielplatz, die Kinder spielen mit Freunden und ich kann mit Bekannten quatschen.
  • Die Sonne scheint!
  • Nette Gespräche mit Kunden, Lieferanten oder Bekannten.
  • Ein leckeres Essen und ein Glas Wein zum Tagesaufklang.
  • Meine Kinder kommen zum Kuscheln zu mir.
  • Julian ruft nach seinem Bruder: "Timo, ich brauche dich mal!" Und der Große hilft dann dem Kleinen. Da geht mir das Herz auf.
  • Mein Vater hat alleine mit den Kindern einen Ausflug gemacht. Das ist gleich doppelte Freude. Erst freue ich mich über den spontanen kinderfreien Nachmittag und abends habe ich mich total gefreut als meine Kinder glücklich heim kamen und mit dem erzählen gar nicht mehr fertig wurden.
  • Die Wohnung ist geputzt und alles glänzt - wenigstens für 30 Minuten.
  • Meine Eltern passen auf die Jungs auf und ich kann zusammen mit einer Freundin ins Schwimmbad gehen.
  • Eine Freundin von mir wird Patentante und ich freue mich so für sie dass mir die Tränen in die Augen schießen.
  • Kurz nach 21 Uhr kommt eine Whats App mit der Frage ob es uns gut geht von einer Freundin mit der ich zwar nicht täglich Kontakt habe, die ich aber trotzdem sehr ins Herz geschlossen habe. Schön wenn jemand an einen denkt.  
  • Ich finde noch einen meiner Lieblingskekse in der Kekspackung. 
  • Die Unterlagen für unsere Kur kamen an. Juchu!
  • Ich habe endlich den Wellnessurlaub gebucht den ich schon seit langem mit meiner besten Freundin machen wollte.
  • Meine Kinder sind beide schnell mit den Hausaufgaben fertig.
  • Habe mit meinen Mädels einen Stammtischtermin im Juli vereinbart.
  • Ich wache früh auf und mir fällt ein dass es ja Sonntag ist, der Wecker also nicht klingelt und da die Kinder beim Papa sind ich lange im Bett liegen bleiben kann.
  • Letzte Woche haben meine beste Freundin und ich es zweimal geschafft uns zu treffen und wir haben auch noch mehrfach telefoniert. Eine echte Seltenheit! 
Wie ihr seht gibt es auch im Alltag viele Kleinigkeiten die einen glücklich machen können. Manchmal spüre ich ein kleines Kribbeln im Bauch und juchze einfach mal, weil ich den Moment gerade genieße oder toll finde. Wenn man sich verstärkt auf die positiven Momente im Leben konzentriert ist das Leben gleich viel einfacher, lebenswerter und glücklicher.  Ich für meinen Teil werde versuchen mich weiterhin mehr auf all das gute zu konzentrieren und an jedem Punkt an dem ich jammern möchte etwas positives an der Sache zu suchen. Klappt manchmal ganz gut. Zum Beispiel habe ich vor kurzem nachts die Waschmaschine programmiert, dass sie um 7 Uhr früh fertig ist. Das hat leider nicht so geklappt und sie ist immer noch gelaufen als wir früh das Haus verlassen haben. Da wir an dem Tag nachmittags einen Termin hatten konnte ich die Kinder auch nicht einfach alleine zu Fuß in die Schule schicken, weil es nachmittags dann zu knapp gewesen wäre mit dem nach Hause laufen. Also habe ich die Kinder in die Schule gebracht und bin dann wieder heim geradelt um mich um die Wäsche zu kümmern. Erst war ich genervt, dass ich wieder heim musste, aber dann dachte ich mir dass es auch hier positive Aspekte gibt.
  1. Hatte ich zusätzliche Bewegung.
  2. Fange ich zum Glück erst um 8:30 das Arbeiten an und habe es locker geschafft heim zu fahren und die Wäsche zu machen.
  3. Ist der Weg zwischen Arbeit und unserem Haus nicht weit auseinander.
1 Negativpunkt, 3 Positivpunkte. So darf es gerne immer sein. 

Man muss wie gesagt nur bewusster drauf achten und schon findet man auch im Alltag viele positive Dinge die einem das Leben versüßen. 

Außerdem habe ich mir schon vor längerer Zeit angewöhnt Sachen die mir nicht gut tun aus meinem Leben zu verbannen. Das gilt genauso für Personen. Wenn mich jemand nur nervt oder stresst habe ich für ihn keinen Platz in meinem Leben. Das Leben ist zu kurz. Ich möchte es so gut es geht genießen und mir mein positives Gemüt bewahren.

Was habt ihr wofür ihr dankbar seid? Versucht ihr auch das Leben möglichst positiv zu sehen?

Kommentare:

  1. Sehr schön geschrieben, der Post gefällt mir sehr gut. LG Romy

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    1. Vielen Dank Romy. Hoffe ich konnte ein bisschen positive Impulse senden :-)

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