Sonntag, 24. Juli 2016

Was für eine Woche

Hallo Ihr Lieben,

sicher kenn ihr auch diese Tage, an denen man am besten im Bett hätte liegen bleiben sollen weil einfach alles schief läuft. Irgendwie war meine ganze letzte Woche so.

Es lief kaum etwas wie geplant und ich bin deshalb gerade ziemlich fertig. Nervlich bin ich ganz schön belastet und sehne mich nach der Kur die ich in 1 1/2 Woche antreten werde. Da kann es nur besser werden.

Was ist passiert?

Tja, das Leben lässt sich manchmal einfach nicht planen auch wenn ich zu den Leuten gehöre die sehr gerne planen. Das brauche ich als Kopfmensch einfach. Zum Glück bin ich zwar auch recht spontan und kann mich so auf geänderte Situationen schnell einlassen, aber manchmal wird auch mir alles zu viel.

Die Woche hat damit begonnen, dass es meiner besten Freundin nicht gut ging. Also habe ich Montag nachmittag die Kinder ins Auto gepackt und wir sind zu ihr gefahren um sie ein wenig aufzuheitern und sie einfach mal zu drücken. Abends war ich eigentlich mit ein paar Freundinnen zu unserem monatlichen Treffen verabredet, da es meiner Freundin jedoch nicht besser ging bin ich stattdessen noch mal zu ihr gefahren. Das war der einzige Punkt in dieser Woche mit dem ich problemlos klar kam. Meine beste Freundin ist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben und sie kommt gleich nach meinen Kindern. Ich liebe sie und werde immer für sie da sein, egal was ist. Auch wenn es ihr nicht gut ging habe ich es trotzdem genossen, dass ich sie gesehen habe und bei ihr war.

Der Dienstag lief dann ganz normal und auch der Mittwoch war bis um 18:30 Uhr noch vollkommen ok. Ich war mit den Jungs im Freibad und wir hatten einen tollen Nachmittag. Abends waren wir dann noch mit einer Freundin verabredet. Sie wollte vorbeikommen und wir hatten vor zusammen auf den Keller zu radeln. Leider sind wir nicht bis zum Keller gekommen. Timo ist kurz vor dem Ziel böse vom Fahrrad gefallen, hat sich Knie und Ellenbogen aufgeschlagen und hat stark geblutet. Verständlich dass er dann heim wollte. Wir hatten zum Glück einen Keller in der Nähe gewählt und sind dann eben heim gelaufen. Dort habe ich Timo erst einmal getrötet und verarztet und da wir noch kein Abendbrot hatten haben wir etwas zu Essen bestellt. Das hat jedoch ziemlich lange gedauert und so kam es dass die Kinder erst um 21:15 Uhr im Bett waren. Da war ich schon leicht gestresst, weil der Tag eben anders lief als geplant und ich mit Timo Abends auch noch einen ziemlichen Streit hatte.

Der Donnerstag war ebenfalls chaotisch. Eigentlich war eine Klassenabschlussfeier von Julians Klasse auf dem Keller geplant. Das Wetter war am Donnerstag jedoch sehr durchwachsen und so hat eine der Mütter beim Keller angerufen und dieser hat mitgeteilt, dass sie aufgrund des Wetters nicht auf machen werden. Da unsere Elternbeirätler beide auf Arbeit waren habe ich schnell eine Rundmail verfasst und die Eltern darüber informiert. Julian war total enttäuscht und musste erst einmal getröstet werden, weil er sich schon so gefreut hatte und es zum zweiten mal hintereinander nicht mit dem Kellerbesuch geklappt hat. Stattdessen sind wir dann mit meinen Eltern zum Chinesen Essen gegangen. So hatte der Tag doch noch was gutes.

Am Wochenende wird es besser!?

Freitag hatte ich ja Urlaub genommen, weil Timo schon um 10 Uhr wieder aus der Schule kommen sollte. Da ich momentan ziemlich kaputt bin habe ich mich noch einmal hingelegt als die Kinder auf dem Weg zur Schule waren. Leider konnte ich trotz der Erschöpfung nicht schlafen und um kurz nach 9 stand Timo schon wieder vor der Türe. Die Lehrerin hat ihn kurz nach dem Frühstück heim geschickt. Dann war es mit der Ruhe auch erst einmal vorbei. Nachmittags war Timo dann mit seinem Bruder bei den Großeltern. Ich habe noch einmal versucht zu schlafen weil ich völlig ko war, aber Schlaf war mir erneut nicht gegönnt.

Samstag früh hätte ich wahrscheinlich endlich mal lange schlafen können, aber da hatten meine Kinder was dagegen. Alle paar Minuten kam einer ins Schlafzimmer gestürmt und wollte was von mir. Ich habe es dann aufgegeben, bin aufgestanden, habe mit ihnen gefrühstückt und mich an die Arbeit gemacht. Einkaufen, Wäsche und putzen standen auf dem Plan. Die Jungs wollten unbedingt in die Stadt und ich habe ihnen gesagt, dass sie gerne alleine gehen können. Sie wollten in den Game Stop und beim Müller in die Spielwarenabteilung. Da können sie sich ruhig alleine um sehen. Die zwei haben sich also auf den Weg gemacht und ich habe angefangen zu putzen. Es hat jedoch nicht wirlich lange gedauert bis sie wieder vor der Türe standen. Sie wollten schnell noch die grüne Ampel erwischen und Julian ist gestolpert und hin gefallen. Also waren mal wieder meine Dienste als Krankenschwester gefragt. Das Putzen musste warten. Der Nachmittag verging aufgrund der ganzen Arbeit wie im Fluge und ich habe mich sehr auf den Abend gefreut, denn ich hatte schon vor einiger Zeit ausgemacht, dass ich an meinem kinderfreien Abend meine beste Freundin besuche, damit wir mal wieder in Ruhe alleine von Angesicht zu Angesicht miteinander reden können. Wir sehen uns momentan zwar häufiger, jedoch immer mit unseren Kindern und ein Telefonat ist natürlich nicht ganz das gleiche wie wenn man jemandem gegenüber sitzt. Die Kinder sollten um 18 Uhr von ihrem Papa geholt werden, dann wollte ich schnell duschen, eine Kleinigkeit essen und das Auto von meinem Papa holen um nach Frensdorf zu fahren. Mein Ex kam jedoch erst um 18:30 Uhr, da war ich schon leicht genervt, dann hat mein PC auch noch Ärger gemacht und schließlich kam gegen 19:45 eine Whats App von Timo dass ich ihn bitte holen soll weil er eine Panikattacke hat. Ich also schnell aufs Fahrrad und zu meinem Eltern um das Auto zu holen. Silke noch eine Whats App geschickt, dass wir unser Date in ein Telefondate verwandeln müssen und nach Debring gefahren. Timo hatte sich schon wieder einigermaßen gefangen als ich ankam, aber er wollte trotzdem mit. 

Auf dem Heimweg war ich dann an dem Punkt angelangt wo ich am liebsten in Tränen ausgebrochen wäre, weil es diese Woche einfach zu viel war. Zuviel Chaos, zuviele Termine auf die man sich gefreut hat und die dann ausgefallen sind, zuviel Mist. Ich war sauer auf mich, auf meinen Ex, auf Timo und die ganze verdammte Welt.

Dann streikt auch noch die Technik

Als Timo dann im Bett lag habe ich mit Silke wenigstens noch lange telefonieren können und das hat mich wieder etwas aufgebaut. Aber auch jetzt ist mir immer noch zum heulen zu mute. Ich hatte mich auf dieses Wochenende total gefreut. Da ich seit Tagen total müde bin wollte ich versuchen länger zu schlafen und einfach mal zur Ruhe zu kommen. Timo ist jedoch um 7 schon wieder durchs Haus gegeistert und hat mir alles mögliche erzählt. Dann hat er ewig gewartet, weil sein Vater ihn erst um 10 Uhr abgeholt hat. Ich bin irgendwie völlig ruhelos nach dieser Woche. Hinzu kommt, dass ich mit meinem Desktop-PC seit gestern Schwierigkeiten habe. Dienstag kam eine Anzeige, dass man nur noch bis Ende Juli Windows 10 kostenlos herunterladen kann. Also habe ich das Update gestartet. Das hat so lange gedauert, dass ich es Abends nicht geschafft habe. Am Freitag war das Update dann endlich komplett und die Installation konnte beginnen. Gestern habe ich dann den PC hochgefahren und festgestellt, dass er viel langsamer ist als vorher und mein Mailprogramm plötzlich weg ist. Da dort viele Mails gespeichert sind die ich noch brauche ein totales Unding. Also habe ich ein downgrade zurück zu Windwos 7 gestartet und dann ging der ganze Mist erst los. Plötzlich kam beim Hochfahren ein Bluescreen und die Windows Starthilfe kann das Problem nicht reparieren. Ich versuche nun seit 2 Tagen mit Dell ein Backup zu erstellen und den PC wieder herzustellen aber das klappt nicht so wie es soll. Hoffe dass ich das heute noch in den Griff kriege, denn ich habe zwar noch das Netbook, aber mit dem Desktop arbeite ich einfach lieber. Meine wichtigsten Daten habe ich zum Glück erst vor kurzem gesichert.

Schlauer wäre es wahrscheinlich wenn ich den blöden PC PC sein lassen und lieber versuchen würde zur Ruhe zu kommen, aber das kann ich nicht, solange das Teil nicht wieder läuft oder ich zumindest alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe.

Trotzdem muss ich heute dringend versuchen etwas runter zu kommen. Ich werde mir später noch ein schönes Bad einlassen und versuchen mich zu entspannen, denn sonst schnappe ich wahrscheinlich bald über. Das Problem mit der Müdigkeit muss ich auch in den Griff bekommen, das zerrt an den Nerven und kostet mich zuviel Kraft. Leider habe ich auch verlernt auszuschlafen. An dem einen Sonntag innerhalb von 2 Wochen an dem die Kinder mal nicht da sind bin ich trotzdem meistens wach, aber wenigstens kann ich dann entspannt im Bett liegen bleiben weil niemand etwas von mir will. Außer heute, da hat das eben leider auch nicht geklappt.

Wenn ich auf die letzte Woche zurückblicke freue ich mich nun noch viel mehr auf die Sommerferien und vor allem auf die Kur. Ich hoffe dass ich es in der Zeit schaffe neue Kraft zu tanken damit ich danach weiterhin positiv durchs Leben gehen und meinen Jungs ein gutes Vorbild sein kann.

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