Freitag, 16. September 2016

Mutter-Kind-Maßnahme: Infos zur Klinik und Umgebung

Hallo Ihr Lieben,

wie schnell 3 Wochen doch vergehen können. Und wenn man Spaß hat geht das ja immer umso schneller. So war es auch mit unserer Kur. Zuerst möchte ich euch hier ein paar Infos zum Kurablauf geben. In einem extra Bericht werde ich dann von unseren Erlebnissen erzählen.




Die Klinik:
Die Ostseeklinik Grömitz ist auf Mutter-Kind/Vater-Kind-Kuren spezialisiert. Bis zum Meer sind es nur ein paar Meter und jede Familie hat für die gesamte Kurdauer einen eigenen Strandkorb. Auch Leihfahrräder werden einem für den Kuraufenthalt kostenlos zur Verfügung gestellt. Sehr praktisch und für mich ein absoluter Pluspunkt. Vor allem da wir mit dem Zug angereist sind und so trotzdem vor Ort mobil waren.
Jede Familie hat ein eigenes Appartment welches aus einem Wohnzimmer mit Bett für den Elternteil, einem Kinderzimmer und einem Bad mit Dusche und WC besteht. Auf jeder Etage gibt es dann noch einen Gemeinschaftsraum mit Kühlschrank und Wasserkocher in dem man sich mal einen Tee kochen oder mit den anderen Eltern austauschen kann.
Außerdem gibt es noch einen Kreativraum, eine Schietwetterhalle, eine Bibliothek, einen Ergometerraum, einen Snoezelnraum und und und. Draußen gibt es für die Kinder einen Spielplatz, einen Bolzplatz, einen Tennisplatz und da Highlight für meine beiden Jungs - das Grömmelland. Hierbei handelt es sich um eine Art Erlebnisspielplatz. Ein eingezäuntes Waldstück in dem allerlei geboten ist. Die Ostseeklinik Grömitz ist recht groß und so war auch einiges dort los.

Die Umgebung:
Das Meer ist einfach immer toll. Meine Kinder haben es zum ersten mal gesehen und waren ganz begeistert. An dem Strand der sich bei unserer Kurklinik befand gab es kilometerweit feinsten Sandstrand. Man konnte sehr weit ins Meer rein laufen, was vor allem für Eltern mit kleineren Kindern sicher ein großer Vorteil ist.  Grömitz hat neben dem Meer auch sonst noch einiges zu bieten. Es gibt einen kleinen Zoo, ein Hallenbad, einen Kurpark, einen Kletterpark, Minigolfplätze und viele weitere Freizeitangebote. Man merkt, dass der Ort sehr auf Kurgäste und Tourismus ausgelegt ist. Direkt am Strand entlang führt die Kurpromenade und dort reiht sich ein Geschäft an ein Restaurant, dann kommt ein Spielplatz usw. Das war für uns jedoch optimal, da wir ja kein Auto dabei hatten und so trotzdem einiges erleben konnten. Eines der Highlights für meine Jungs war sicher die Fahrt mit der Tauchgondel. Damit kann man trockenen Fußes 3 Meter unter die Wasseroberfläche abtauchen und sich die verschiedenen Meeresbewohner ganz in Ruhe anschauen. Es wird dort auch ein kurzer 3D-Film gezeigt und man bekommt an Board erklärt was man denn gerade sieht. Äußerst interessant, auch für mich als Erwachsene.
Desweiteren gibt es die Möglichkeit Bootsfahrten zu machen oder am Jachthafen entlang zu flanieren. Also wirklich viele tolle Möglichkeiten.

Das Programm:
Eine Kur ist kein Urlaub, sondern eine medizinische Maßnahme und so hatte ich natürlich auch einiges an Programm zu absolvieren. Bereits am Anreisetag bekam ich zusammen mit dem Schlüssel einen Terminplan für die ersten beiden Tage. Man hat einen Termin bei seiner Ärztin oder seinem Arzt und ein Aufnahmegspräch beim Psychologischen Dienst. Dort wird erst noch einmal abgeklärt, wo die Behandlung ansetzen soll und welche Maßnahmen man dazu ergreift. Am Samstag gab es dann den richtigen Therapieplan. Auf meinem stand täglich Sport - mal Gymnastik, mal walken und dann noch Wassersport. Dazu kamen Kneippsche Güsse, Massagen und Bäder. Außerdem wurden verschiedene Seminare angeboten. Von dem Angebot habe ich jedoch nicht Gebrauch gemacht, da ich sowieso schon durch die Adipositasschulungen zusäztliche Termine hatte und diese leider meistens Nachmittags waren.
An den ersten beiden Tagen war man hauptsächlich mit organisatorischen Sachen beschäftigt. Neben den Terminen bei den Ärzten gab es noch Einweisungen in einige der Räume die man ohne Einweisung nicht nutzen darf. Dann mussten wir die Leihfahrräder holen und beim Strandkorbverleih den Schlüssel für den Strandkorb. Außerdem war erst einmal orientieren angesagt, da ich ja wissen musste wo ich zu den einzelnen Anwendungen hin muss.


Anwendungen:
Da ich am Adipositasprogramm teilgenommen habe hatte ich wie gesagt jeden Tag Sport auf dem Programm. Wassersport fand ich total super. Den hätte ich gerne täglich gehabt und auch gerne länger als nur eine halbe Stunde. Walken musste ich leider abbrechen, da ich schon seit längerem Probleme mit den Beinen habe und es Tage gibt an denen ich kaum laufen kann. Die Gymnastik war in Ordnung, aber ich hatte nach der ersten Stunde 3 Tage lang Muskelkater und das fand ich wie ihr euch denken könnt nicht so toll.
Kneippsche Güsse hatte mir die Ärztin für meine Beine empfohlen, da ich nicht sicher bin ob es nicht doch ein Venenproblem ist. Das war beim ersten mal in 3 Minuten erledigt, die anderen male waren wir dann immer mehrere Erwachsene und haben 2 Durchgänge gemacht, so dass es schon mal 20 Minuten gedauert hat bis wir alle durch waren.

Massagen hatte ich leider erst einmal gar keine auf dem Therapieplan stehen, obwohl die Ärztin meinte, dass jeder 3 Massagen auf dem Plan stehen hat. Nach kurzer Nachfrage am Physiothresen hatte ich dann jedoch auch hierfür Termine. Ach, das war einfach herrlich. Man hat erst 20 Minuten eine Wärmepackung bekommen und wurde dann noch 20 Minuten massiert. Entspannung pur für die schmerzenden Nackenmuskeln. Dann habe ich auch noch Heublumenbäder gegen meinen Muskelkater bekommen und hatte somit noch ein paar Termine mehr. Das war jedoch für mich ok. Ich hatte zwischendrin immer wieder Zeit für mich. Da war ich dann im Ergometerraum, kurz einkaufen, oder ich bin zum Strand und habe im Strandkorb gelesen.

Die Nachmittagstermine fand ich wie gesagt nicht so toll. Erstens weil ich gerne mit meinen Jungs Zeit verbringen wollte und zweitens weil sie mir nicht wirklich was gebracht haben. Beim Ernährungsseminiar wurde einem die Ernährungspyramide gezeigt und erklärt. Entschuldigung, aber die kennt inzwischen glaube ich jedes Kind. Das hat mir nicht wirklich was gebracht.
Leider ging es mir mit der Adipositasschulung genauso. Die Adipositasschulung bestand aus 3 Nachmittagsterminen zu je 90 Minuten. Eigentlich saßen wir da hauptsächlich rum, haben uns darüber unterhalterhalten dass wir alle zu dick sind, woran das liegen könnte und was wir dagegen tun wollen. Sowas mache ich mit meiner besten Freundin häufiger. Leider hilft reden eben nichts. Ich hatte mir erhofft neuen Input zu bekommen. Tipps um den Schweinehund zu besiegen, oder praktische Tipps zum Kochen und Sport in den Alltag einzubauen. Alles was besprochen wurde kannte ich schon. Auch zur Stressbewältigung gab es nichts was mir weiter geholfen hätte. Schade, denn ich hatte die Hoffnung in der Kur einen Anstoss für die Abnahme zu Hause zu bekommen. Das war leider nicht der Fall.

Die Kinderbetreuung:
In der Ostseeklinik Grömitz ist wie ich finde die Kinderbetreuung recht gut geregelt. Es gibt mehrere Gruppen und die Kinder sind dort je nach Alter eingeteilt. Die Kernbetreuungszeit ist von 8 - 14 Uhr. In dieser Zeit kann man seine Kinder bringen und abholen wie man möchte. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Kinder zur Mittagszeit in den jeweiligen Gruppen sind, um gemeinsam das Mittagessen einzunehmen. Frühstück und Abendessen hat man zusammen mit den Kindern eingenommen. Nur das Mittagessen war ohne Kinder.
Wer nachmittags noch einen Termin hatte konnte dies in eine Liste eintragen und die Kinder wurden in dieser Zeit dann auch betreut. In den Kindergruppen wurden verschiedene Sachen angeboten. Es wurde z. B. jeden Tag etwas gebastelt. Timo hat eine selbstbemalte Tasche, eine Tonfigur, einen Traumfänger und noch einiges mehr gemacht. Julian ist nicht so der Bastelfan und hat deshalb nur einmal eine Kette gemacht. Je nach Altersgruppe hatten die Kinder auch die Möglichkeit alleine oder mit einigen anderen Kindern zusammen nach draußen zu gehen und auf dem Gelände der Kurklinik den Spielplatz, den Bolzplatz oder das Grömmelland zu nutzen. Das haben meine Kinder gerne genutzt und sahen, wenn ich sie abgeholt habe manchmal ganz schön dreckig aus. Aber egal, hauptsache sie hatten ihren Spaß.

Personal:
Ich muss sagen, dass ich nichts negaitves über das Personal sagen kann. Die Mitarbeiter waren alle höflich und nett und wenn man mal etwas zu beanstanden hatte wurde sich auch gleich drum gekümmert.

Verpflegung:
Frühstück und Abendessen gab es in Buffetform. Man konnte täglich zwischen diversen Brötchen- und Brotsorten, Wurst und Käse, sowie einem Salatangebot auswählen. Früh gab es auch Cornflakes, Müsli und Marmelade. Zu trinken wurde Wasser, Tee, Milch, Kakao, Kaffee und gelegentlich Saft angeboten. Für mich und meine Kinder war die Auswahl ausreichend. Einige haben sich darüber beschwert, dass es meistens das gleiche gab. Das fand ich jedoch nicht. Es gab verschiedene Marmeladesorten, Käse und Wurst. Sicher hat sich das im Laufe der 3 Wochen immer wieder einmal wiederholt, aber man muss ja auch etwas finden was der großen Masse zusagt, immerhin waren gut über 100 Familien vor Ort und man kann es eben nicht jedem Recht machen. Früh standen auch immer Obstkörbe bereit und es gab täglich Äpfel, Bananen und Birnen zum mitnehmen. Hin und wieder gab es auch Nektarinen, Pfirsiche oder Kiwi.
Zum Mittagessen gab es 2 Gerichte zur Auswahl und man konnte am Vortag auswählen was man am nächsten Tag essen möchte. Die Kinder konnten leider nicht auswählen. Es wurde in den Gruppen abgestimmt und das Gericht mit den meisten Stimmen wurde dann Mittags serviert. Ich fand die Speisenauswahl in Ordnung. Sicher gab es einige Sachen die ich anders gemacht hätte, aber ich sehe den großen Vorteil dass ich mal nicht selbst kochen musste und auch nicht überlegen was ich denn nun machen kann. Mittags gab es auch immer noch eine Nachspeise und Salat konnte man sich noch vom Buffet nehmen.
Wir waren mit der Verpflegung im Großen und Ganzen sehr zufrieden.

Zimmer:
Jede Familie hatte wie gesagt ein eigenes kleines Appartment. Ich muss sagen, dass ich schon in Hotelzimmern war die wesentlich schlechter waren. 3 x in der Woche wurden die Zimmer gereinigt und Montags und Freitags konnte man die Handtücher wechseln. Wenn zwischendrin mal etwas schmutzig war, oder man die Bettwäsche wechseln wollte, konnte man sich in der Wäschekammer neue Sachen holen. Mit der Sauberkeit der Zimmer war ich sehr zufrieden und habe mich in unserem Appartment sehr wohl gefühlt.

Das waren erst einmal einige Infos rund um den Ablauf und die Klinik. Was wir so alles erlebt haben könnt ihr im nächsten Bericht lesen.

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