Sonntag, 7. Mai 2017

Wenn die Kinder größer werden

Hallo Ihr Lieben,

das Leben mit Kindern ist sehr abwechslungsreich. Ständig gibt es etwas anderes. Man trifft Entscheidungen, beobachtet die Entwicklung der Kinder und fragt sich oft genug wo die Zeit hin ist.

Meine Jungs sind inzwischen 11 und 8 Jahre alt. Ich persönlich bin ja der Meinung dass jedes Alter seine schönen und auch nicht so schöne Zeiten hat. Eine Freundin von mir, die selbst noch keine Kinder hat, aber total vernarrt in ihre beiden Neffen ist, hat sich erst vor kurzem beschwert, dass sie viel zu schnell groß werden. Sie hätte sie gerne immer so klein.

Ich als Mutter sehe das ein bisschen anders. Klar waren sie als sie kleiner waren total putzig. Vor allem wenn sie als Babies lachen, oder die ersten tapsigen Schritte machen. Nicht dass ich meine Kinder jetzt nicht mehr großartig finde, aber sie sind auf eine andere Art großartig. Das putzige und kindliche verwächst sich halt immer mehr. Fällt mir auch im Bekanntenkreis auf. Vor kurzem sah ich nach längerem mal wieder den Sohn einer Freundin von mir. Als ich ihn mir so ansah habe ich zu Jasmin gesagt: "Oh weh, dein Anton wird groß. Sein Gesicht wirkt viel reifer als das letzte mal als ich ihn sah. Irgendwie ist das kindliche weg." Ihre Antwort darauf war: "Ein fast Schulkind halt." Auch bei der Tochter einer anderen Freundin ist mir das erst vor ein paar Tagen aufgefallen. Während ich mich mit ihr unterhalten habe konnte ich auch in ihrem Gesicht gewisse Veränderungen feststellen.

Jede Phase hat wie gesagt ihr gutes. Momentan habe ich sehr viel Freizeit. Wobei das manchmal auch recht seltsam ist. Wenn die Kinder klein sind ist man den ganzen Tag mit ihnen beschäftigt. Jetzt gehen meine Kinder alleine zu Freunden oder auf den Spielplatz. Oder sie haben zu Hause Besuch und ich werde schief angeschaut wenn ich ins Wohnzimmer komme. Einerseits ganz schön, weil ich wieder mehr Zeit für mich habe, andererseits muss ich aufpassen, dass ich nicht die ganze Zeit faul im Bett liege oder auf der Couch sitze. Während ich gerade diesen Bericht schreibe, sind meine Kinder mit den Nachbarskindern draußen und spielen. Dass es regnet ist ihnen dabei egal. Sie haben sich ihr eigenes soziales Umfeld aufgebaut und das ist auch wichtig und gut so.

Ich als Mutter muss nun lernen damit umzugehen und mich an die Veränderungen gewöhnen. Auch wenn sie im Alltag sehr selbständig und nicht mehr so auf mich angewiesen sind, verbringen wir trotzdem noch viel Zeit miteinander. Es wird gerauft und gekuschelt. Wir planen Ausflüge und jetzt wo es doch hoffentlich mal wieder wärmer wird sind wir auch sicher häufiger wieder zusammen unterwegs. Mal schauen wie lange sie mich noch mitnehmen. 😊 Wenn das auch wegfällt werde ich die Zeit nutzen, um meinen Hobbies mehr nachgehen zu können und vor allem meine Sozialkontakte wieder mehr zu pflegen. Mal ganz ohne Kinder. Das hat auch seinen Vorteil. Man kann sich in Ruhe unterhalten und hat vorher keine Diskussionen, weil der eigene Sohn den Sohn der Freundin nicht mag.

Auf jeden Fall werde ich mich auch an diese Veränderung schnell gewöhnen. 

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